Gerade in Krisenzeiten in denen sich Energien verdichten und uns in Grenzsituationen schubsen, wo wir nach Hilfe und Erklärung suchen, damit unser Verstand all das verstehen kann und wir uns wieder beruhigt entspannen können, sind alle Ratschläge und Weisheiten von Lehrern, Gurus, Meistern willkommen.
Dann erinnert sich ein Teil unseres Gedächtnisses daran, dass da ja irgendwann einmal in der Vergangenheit schon jemand all das erklärt hat, was wir nun in solch einer Krise erleben und das das ganz normal ist und zur Entwicklung auf dem Weg zur Bewusstwerdung und Erleuchtung dazugehört.
Dabei versäumen wir in diesen Momenten, all das Drängen total zu erleben, im Vertrauen darauf, dass dies das einzige ist, was im Moment getan werden kann, nämlich das Annehmen dessen was unvermeidlich ist und nur darauf gewartet hat, es zu erleben, wie immer es sich auch anfühlen mag.
Erklärungen dazu sind weder hilfreich noch förderlich, darum ist es das Beste in solchen Momenten, all die Weisheiten zu vergessen und sich total auf das einzulassen, was gerade geschieht.
Denn es ist unser Erleben, aus dem sich unsere Wahrheit entwickelt, weil wir nur durch eigene Erfahrung wachsen können, auch wenn diese Erfahrungen schmerzhaft sind. Hinfallen und Aufstehen, weitermachen, weiter leben und sich von all den Ideologien zu befreien, die sich in der Vergangenheit in unserem Verstand angesammelt haben und uns unbewusst in ein Verhalten gezwungen haben, das nicht mit unserem Innersten übereinstimmt und als totes Wissen unsere Festplatte blockiert.
Der Lebensfluss ist davon unabhängig, denn das zeigt uns das Leben immer wieder, dass Meinungen, Konzepte, Theorien und Techniken, begrenzte Konstrukte einzelner Wesen sind und denen gehören, die sie erdacht haben.
Wir müssen darüber hinaus gelangen um in unsere Freiheit unsere Individualität zu gelangen, die jenseits von alten Errungenschaften liegt. Wir sind grenzenloser Geist, der immer mehr bestrebt ist, sich von den alten Fesseln der Vergangenheit zu befreien und dazu gehören auch all die großartigen Erkenntnisse der Vergangenheit, die von weiterentwickelten Wesen ins Bewusstsein gebracht wurden, damit sich die Menschheit daran orientiert und weiter geht, aber nicht daran festhält und ihr Leben darauf ausrichtet.
Grenzenloser Geist möchte nicht so sein wie jemand, der schon einmal eine Grenze erreicht hat, in dem er seine Einsichten und Meinungen erlebt und mitgeteilt hat. Die eigene Erfahrung ist der Barometer der Entwicklung und der Individualität, die sich immer mehr ausdehnt und nicht am Alten orientiert.
Gerade in solchen intensiven Krisenzeiten liegt die Tendenz in der Luft, sich an alte Konzepte anzulehnen, aber auch zugleich besteht die Möglichkeit, Neues zu erschaffen in seinem Bewusstsein und damit das Feld zu erweitern.
Das Universum expandiert, es schrumpft nicht und dementsprechend ist es auch unsere Tendenz uns immer mehr auszudehnen, nicht zusammenzuziehen.
Die Weite öffnet unser Herz und unser Bewusstsein, das kann manchmal schon schmerzhaft sein, denn wie bei der Geburt, werden zuerst immer alte Begrenzungen aufgebrochen.
So ist es auch auf der Ebene des Bewusstseins, das es oft falsch verstanden wird, dass ein Schmerz uns in Leid und Elend drückt, anstatt zu verstehen, dass es ein Geburtsvorgang ist in ein neues befreites Bewusstsein.
Doch der Prozess ist unumgänglich und sollte in diesem Sinne betrachtet und erfahren werden. Auch wenn dies schon wieder ein gut gemeinter Ratschlag ist!
Die Kraft der Liebe und das Licht der Erkenntnis ist in Dir!
Raphael
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herzlichst Raphael
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